Auf alten Grenz- und Schmugglerwegen zu den Schluchten des Verdon.
28.September - 10.Oktober 2008
1. Frankreich: am Lac du Mont Cenis

Aufbruch zu einer kleinen Wanderung nach einer kalten Nacht im Auto


Eisiger Wind, endlose Fernsicht, kaltes Wasser und ein junger Hund mit nassen Pfoten. Die Farben waren wirklich so intensiv, ich habe sie nicht in Photoshop manipuliert! Dieser wunderschöne See ist ein künstlicher Stausee, für den mehrere Bergbauernhöfe und Dörfer geopfert wurden. Direkt unterhalb der Staumauer ist ein kleines Geisterdorf zurückgeblieben, nur die Kirche ist noch intakt.

2. Frankreich: Col de L'Iseran
Wenn Naturschützer Hundehasser sind, werden sie leicht zu Ökodiktatoren: Wir haben einen Abstecher zum Col de L'Iseran, 2770 m hoch, gemacht und mussten durch einen Teil eines Nationalparks fahren. Direkt an der jetzt kaum befahrenen Straße stand ein kleiner Picknicktisch, den wir einladend für eine Pause fanden. Wie immer habe ich die Hunde aus dem Auto gelassen, aber dafür gesorgt, dass sie ganz nah bei uns blieben. Kein Streunen, kein weites Herumtollen. Kurz drauf hält ein Auto an und beschimpft uns, wie wir denn in einem Nationalpark unsere Hunde aus dem Auto lassen können! Da sei verboten. ... ich erkläre dem Fahrer, dass wir nur einen ganz kurezen Halt machen und die Hunde dabei nichts beschädigen. Zwecklos, sie erzählen uns etwas von Strafe, aber ich verstehe jetzt kein Französisch mehr. Eigentlich ist das alles nicht wirklich schlimm, aber es verdirbt einem schon ein wenig die Laune. Ich finde es etwas kurios, dass man sich über die Zuwanderung wilder Wölfe freut, aber Hunde sind widernatürlich ?!
Die Landschaft jedoch ist überwältigend hier oben


Nur wenige Km weiter Skipisten ohne Ende. Die Lifte und die Schneekanonen sind schon für die kommende Saison einsatzbereit. Dann wird der jetzt ausgestorbenen Wintersport-Ort Val D'Isere etliche tausend Besucher in die Berge liften, in die "unberührte Natur der Alpen", wie es so schön heisst.

3. Italien: Piemonte
Ebenso wie in Frankreich befahren wir die alten Militärstraßen und finden immer wieder Befestigungsanlagen und Ruinen der kriegerischen Vergangenheit. Ganz so weit ist diese Vergangenheit zeitlich nicht von uns entfernt und so es ist manchmal ein etwas beklemmendes Gefühl damit konfrontiert zu werden.
Jenseits der Grenzstraßen liegen die Almen. Weite Wiesenflächen voller Köstlichkeiten vom Rind, Pferd, Esel, Schaf, Wildschwein. Und unsere Hunde naschen ja so gerne.



Bergbauernhof im Piemonte in der Nähe des Rifugio Selleries. Hier wurde es nachts so kalt, dass das Wasser am Brunnen gefror und die Hunde ausnahmsweise mit ins warme Bett durften! Schließlich hatten sie nur ihr Sommerfell und Sheila hat wirklich gebibbert.
4. Frankreich: Alpes de Haute Provence
Danach sind wir weiter in den Süden gefahren, in die Alpes de Haute Provence zu den Schluchten des Verdon und den Lac de Ste Croix. Hier haben Sheila und Shahri schwimmen gelernt. Eigentlich sind die beiden eher wasserscheu, aber dieser See war einfach unwiederstehlich.

Sheila übertrifft sich selbst und schwimmt

Shahri zögert noch ...

Aber sie kann doch nicht widerstehen ...

Ohne Worte

5. Frankreich: Am Grand Cañon du Verdon

Ein besonderes Highlight war eine Schluchtwanderung.
Der Name des Flusses ist hergeleitet von seinem grünen Wasser (grün = verde. Die Wanderung führte zum Teil ans Flussbett, mal durch bis zu 1 km lange stockfinstere Tunnel die vor Jahren zu Forschungszwecken angelegt worden waren, und abwechselnd auf Höhenwege oberhalb des Flusses. Es war eine sehr anstrengende Strecke und wir haben nur einen kleinen Teil davon geschafft, auch weil ich Shahri mehrfach tragen musste, wenn der Weg über Treppen oder Leitern führte.



Hundemüde Hunde nach der anstrendenden Tour

6. provence

Das Dorf Aurel in der Nähe des Mont Ventoux


Feuersalamander bei Bonnieux
Auf der Rückfahrt sind wir zunächst auf kleinen Straßen durch die herbstlichen Dörfer der Provence gefahren und erst später auf die Autobahn.