Auf alten Grenz- und Schmugglerwegen durch Frankreich
und Italien zu den Schluchten des Verdon.

28.September - 10.Oktober 2008

Sheila und Shahri im Landcruiser

In unserem zum Wohnmobil ausgebauten Toyota Landcruiser haben wir ein "Hundezimmer" eingebaut, in dem sich die beiden während der Fahrt ganz gemütlich und sicher aufhalten können.

Sie haben sich darin sehr wohlgefühlt, denn es hat während der ganzen 2.500 km keinen einzigen Streit gegeben! Wir haben natürlich häufige Pausen gemacht, aber manchmal war es hinten stundenlang so still, dass ich überlegt habe, ob wir die Hunde irgendwo vergessen haben. Es waren zwei sehr harmonische und aktive Wochen. Es hätte nicht besser sein können!

am Lac du Mont Cenis

Am Lac du Mont Cenis, 2080m hoch, lag unsere erste Station, an der wir etwas länger geblieben sind. Der Pass am Mont Cenis ist eine uralter Grenzübergang und Schmugglerweg zwischen Frankreich und Italien. So friedlich wie heute war es dort nicht immer, denn diese hochalpine Region war immer wieder Kampfschauplatz zwischen den beiden Staaten. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auf den Gipfeln unzählige Festungsanlagen errichtet, die teilweise im 1. und 2. Weltkrieg zu Bunkern ausgebaut wurden.

Diese Forts sind miteinander durch Schotterstraßen verbunden; auf vielen dieser alten Militärstraßen darf man heute offiziell mit Geländewagen fahren. Das ganze Gebiet ist überzogen von herrlichen Wanderwegen, auf denen wir und die Hunde jede Menge Auslauf und Spaß hatten. Allerdings ist das Campen im Herbst auf über 2000 m bei Temperaturen um den Gefrierpunkt doch immer wieder gewöhnungsbedürftig.

Sheila, Bernhard und Shahri auf einem Gipfel

 

Entlang der französisch-italienischen Grenzlinie sind wir mit vielen Zwischenstopps nach Süden in die Haute Provence gefahren, wo die Tage und Nächte wieder wärmer waren. Unser Ziel: die Schluchten des Grand Cañon du Verdon mit herrlichen Wanderwegen, teils oberhalb der Schlucht, teils in der Schlucht. Ein echtes Paradies, vor allem jetzt im Herbst, wenn nur noch wenige Menschen hier unterwegs sind.

Im Gand Canon du Verdon

Sheila und Shahri haben sich zu perfekten Mitnahmehunden entwickelt und sind ein tolles Aussie-Team geworden. Und wir werden noch viele Reisen gemeinsam machen! Wie wir schon im letzten Jahr nach der Rumänienfahrt bei Sheila beobachten konnten, hat sich auch Shahri während dieser "Nomadenzeit" erheblich weiter entwickelt und einige Unarten abgelegt. Sie ist ein Stückchen "reifer" dabei geworden.

Fotoserie : Auf alten Grenz- und Schmugglerwegen

Bloss kein Stillstand! - Agility-Seminar mit Tobias Wüst

11./12. Oktober 2008

Kaum waren wir zuhause angekommen, ging es weiter: am Samstag und Sonntag folgte ein Agility-Seminar mit WM-Teilnehmer Tobias Wüst in der Pfotenakademie in Essen.

Tobi

 

Tobias Wüst

 

Sheila liebt Agility! Sie ist sehr schnell und ich renne hinter ihr her. Fazit dieses sehr lehrreichen und schönen Wochenendes war daher für mich: 1. ein paar Kilos abspecken und 2. regelmäßig joggen gehen. Während meine Hündin lustig über Hürden hüpft, die höher sind als sie selbst, durch Tunnel fegt und auf dem Steg Gas gibt, muss ich mich anstrengen, um mit ihrer Geschwindigkeit mithalten zu können. Aber es gilt das höchste Agi-Gesetz: Einen schnellen Hund darf man NIE langsamer machen.

Sheila

 

Sheila fegt durch den Gassenslalom

 

KOntaktzone

 

Im Slalom

Danke an Detlef Schultka für die Bilder von Sheila

 

Ich hab's gewusst: der Hund ist ein Raubtier.

20. Oktober 2008.
In Hinblick auf den kommenden Winter wollte ich vorsorgen und habe im Baumarkt einen Zugluftstopperfuchs erstanden. Man kann ja nie wissen ...

Nur irgendwas hat Shahri falsch verstanden.
Sie packt den Zugluftstopper an der Kehle ...

 Shahri packt den Fuchs an der Kehle

... schüttelt ihn hin und her ...

... vergewissert sich, ob die Beute noch lebt ...

Shahri und der Fuchs

... reisst sie auf ...

... und schüttelt sie immer wieder, und staunt über das flauschige weiche Innenleben...

Shahri schüttelt den Fuchs

... und verteilt es im ganzen Zimmer.

Shahri und der Fuchs

Fressen kann man es jedenfalls nicht.

Ob das nun artgerechte Hundebeschäftigung ist, weiss ich nicht, aber was ist schon artgerecht bei Hunden, die im geheizten Zimmer wohnen und wenn's kalt wird, am liebsten unter meine Decke kriechen würden. Aber was zuviel ist, ist zuviel. Shahri auf jeden Fall hatte Spaß und ich kaufe mir warme Socken!

 

Unsere erste Prüfung

25. Oktober 2008. Sheila hat heute zusammen mit mir die Begleithundeprüfung bestanden!! Nachdem die "Generalprobe" in der vergangenen Woche gründlich schief gegangen war, hat es heute sehr gut geklappt. Wenn nur die blöden Hasenköttel auf der Wiese nicht so geduftet hätten, wäre auch das bei-Fuß-gehen an der Leine perfekt gewesen. So befand die Frau Richterin, dass wir etwas zu langsam gelaufen seien. Na logisch, wenn sich der Hund nicht an mich anpasst, muss ich mich doch an den Hund anpassen, oder? Sitz und Platz aus der Bewegung hat geklappt, ebenso die Langzeitablage (meine größte Sorge). Nur ich habe vergessen, Sheila nach der Freifolge wieder anzuleinen. *schäm*. Was solls, wir sind um eine Urkunde reicher, wozu auch immer das gut sein wird.

 

und wieder einmal Texel!

Nachdem wir am Samstag also die BH geschafft haben, ging's Sonntag morgen los zu einem ganz besonderen Aussie-Treffen auf die holländische Nordsee-Insel Texel. Als wir ankamen, waren schon 4 Menschen und drei Hunde aus dem Australian-Shepherd-Forum angekommen. Gleich am nächsten Morgen bin ich mit Sheila & Shahri an den Strand gegangen und Shahri durfte zum ersten Mal die Nordsee erleben:

Die Hunde rennen durch den Dünenesand zum Meer

 

die Hunde rennen zum

 

Sghahri staunt über den Schaum am Strand

 

Fotoserie: Aussietreffen auf Texel

 

 

Shahris erstes Treffen mit Papa Puzzle

Shahri und Puzzle

 

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